Vielfach wird die Korrektur von Zahnfehlstellungen mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung gebracht. Das Ideal schöner und gerader Zähne, die den Anschein von Perlen auf einer Schnur vermitteln, sind jedoch durchaus auch im Erwachsenenalter noch zu erreichen – und dies durchaus immer nur aus ästhetischen Gründen.

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Behandlungsablauf

In der Regel erfolgt die Beratung für den Behandlungsablauf in zwei Schritten:

1. Schritt: Diagnostik
Bei einem ersten Termin machen wir uns ein Bild über die allgemeine Zahngesundheit und ein kieferorthopädischer Befund wird vorgenommen. So können wir die Situation bereits im ersten Termin beurteilen. Sollten hierfür Röntgenbilder notwendig sein, können wir diese mit unserem modernen, strahlenarmen digitalen Röntgengerät direkt vor Ort anfertigen und auswerten.
Weitere diagnostische Unterlagen werden notwendig, wenn man zum Schluss kommt, dass eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist. Auch dies können wir, wenn gewünscht, beim ersten Termin realisieren. Unsere Spezialisten werten anschliessend alle Unterlagen aus und informieren Sie detailliert über das Ergebnis.
Falls die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen werden, sind wir Ihnen gerne bei der entsprechenden Antragstellung behilflich.

2. Schritt: Behandlungsplan und Kostenaufstellung
Bei einem zweiten Termin erläutern Ihnen unsere Spezialisten die verschiedenen Therapiemöglichkeiten. Sobald die gewünschte Therapie festgelegt worden ist, wird eine entsprechende Kostenaufstellung vorgenommen und der Antrag auf Kostenübernahme wird von uns an die Krankenkasse geschickt. Sobald die Kostengutsprache der Krankenkasse vorliegt, werden Sie von uns umgehend informiert und die geplante Therapie kann beginnen.
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Zahnkorrektur

Zähne verschieben sich ein Leben lang. Aus diesem Grund sind Haltespangen enorm wichtig.

Da sich die Zähne nur sehr langsam verschieben, ist eine negative Veränderung nicht sofort sichtbar. Irgendwann jedoch werden Fehlstellungen sichtbar und Kauprobleme können sich bemerkbar machen.  

Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Patienten nach Abschluss der Behandlung das lebenslange Tragen des Dauerretainers, welcher hinter die Zähne geklebt wird. Dadurch bleiben die Zähne in ihrer optimalen Position und Sie behalten Ihr schönes Lächeln ein Leben lang.
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Voraussetzungen

Eine kieferorthopädische Behandlung kann in jedem Alter durchgeführt werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Zahnhalteapparat (Kiefer, Zahnfleisch etc.) gesund ist.

Voraussetzungen
  • Nach Möglichkeit sollten die Zähne kariesfrei sein.
  • Keine Entzündungen im Zahnhalteapparat und in den Wurzeln.
  • Die vorhandenen Füllungen sollten einer dauerprovisorischen Lösung entsprechen. 
  • Ist eine kieferorthopädische Massnahme geplant, raten wir von einer neuen Prothese ab, da sich sowohl der Biss wie auch die Zahnform oft verändern und eine entsprechende Umarbeitung nach der kieferorthopädischen Massnahme notwendig wäre.
Bereits beim ersten Termin können wir feststellen, ob eine Vorbehandlung bei Ihrem Zahnarzt notwenig ist oder nicht. Diese koordinieren wir auf Wunsch gerne für Sie.

Folgende Unterlagen mitbringen
  • Bitte bringen Sie Ihre Versichertenkarte mit, wenn Sie über eine Zahnversicherung verfügen.
  • Wenn es aktuelle Röntgenbilder oder Modelle Ihres Gebisses gibt, wären wir froh, wenn Sie diese bereits zum ersten Termin mitbringen könnten. Auf Wunsch können wir Ihre Unterlagen auch direkt von Ihrem Zahnarzt anfordern. 
Behandlung
Ein kieferorthopädischer Befund kann bei Vorliegen aller notwendigen Unterlagen sofort vorgenommen werden. Anschliessend erläutern wir Ihnen die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten inkl. der entsprechenden Kosten. 

Treffen Sie Ihre Entscheidung nicht sofort sondern überdenken Sie unsere Behandlungsvorschläge in Ruhe. 


Eine kieferorthopädische Analyse wird bei uns vorgenommen und anschliessend erstellen wir einen detaillierten Behandlungsplan inkl. Kostenaufstellung. Dieser Plan wird bei einem nächsten Termin ausführlich mit Ihnen besprochen. Danach kann die geplante Behandlung beginnen.
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Kieferfehlstellungen

Gerne informieren wir Sie über verschiedene Arten einer Kieferfehlstellung und daraus resultierende Fehlbisse: 

Der Regelbiss

Beim Regelbiss (auch Neutralbiss genannt) beissen die Zähne des Unterkiefers etwa 1 bis 2 mm hinter die Zähne des Oberkiefers. Alle Zähne sind gut miteinander verzahnt und haben Kontakt miteinander. 

Der Rückbiss
Der Rückbiss (auch Distalbiss genannt) wird am häufigsten als Fehlbiss bei Kindern diagnostiziert. Hier liegt der Unterkiefer zu weit hinten, so dass zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen eine zu grosse Distanz entsteht. 

Welche Folgen kann kann ein Rückbiss haben?
  • Tiefer Biss: Die Schneidezähne des Unterkiefers können in den Gaumen hinein wachsen und so die Gaumenschleimhaut verletzen. 
  • Höheres Verletzungsrisiko: Die Schneidezähne sind einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt (z. B. beim Sport), weil sie nicht mehr durch die Lippe geschützt werden und die Zähne des Unterkiefers sie nicht zusätzlich abstützen können. 
  • Engstand: Die Frontzähne verschachteln sich ineinander, wodurch die Zahnbögen kollabieren können.
  • Zwangsbiss / Probleme im Kiefergelenk: Hier sind die Frontzähne zurückgekippt. Beim Zusammenbeissen wird nun der Unterkiefer weiter nach hinten gedrückt. Dadurch wird das Kiefergelenk überbelastet und es kann zu unangenehmem Knacken oder gar einer Kiefersperre kommen, was mit erheblichen Schmerzen verbunden ist.
  • Zähne werden abgenutzt: Es kann zu einer starken Abnutzung der Zähne kommen (vor allem der Zahnkronen), wenn diese nicht sauber ineinander passen. Dies ist oft bei Jugendlichen der Fall.

Der Deckbiss
Als Deckbiss bezeichnet man eine spezielle Form des Rückbisses. Hier kippen ein Teil der Frontzähne im Oberkiefer nach hinten und der andere Teil nach vorne.

Welche Folgen kann ein Deckbiss haben?
  • Tiefer Biss: Die Schneidezähne des Unterkiefers können in den Gaumen hinein wachsen und so die Gaumenschleimhaut verletzen. 
  • Höheres Verletzungsrisiko: Die Schneidezähne sind einem höheren Verletzungsrisiko ausgesetzt (z. B. beim Sport), weil sie nicht mehr durch die Lippe geschützt werden und die Zähne des Unterkiefers sie nicht zusätzlich abstützen können. 
  • Engstand: Die Frontzähne verschachteln sich ineinander, wodurch die Zahnbögen kollabieren können.
  • Zwangsbiss / Probleme im Kiefergelenk: Hier sind die Frontzähne zurückgekippt. Beim Zusammenbeissen wird nun der Unterkiefer weiter nach hinten gedrückt. Dadurch wird das Kiefergelenk überbelastet und es kann zu unangenehmem Knacken oder gar einer Kiefersperre kommen, was mit erheblichen Schmerzen verbunden ist.
  • Zähne werden abgenutzt: Es kann zu einer starken Abnutzung der Zähne kommen (vor allem der Zahnkronen), wenn diese nicht sauber ineinander passen. Dies ist oft bei Jugendlichen bei den zurückgekippten Frontzähnen der Fall.

Der Vorbiss
Der Vorbiss ist etwas weniger verbreitet. In diesem Fall kommt der Unterkiefer deutlich zu weit nach vorne und die Schneidezähne beissen entweder mit den Kanten aufeinander oder die unteren Schneidezähne kommen beim Zusammenbeissen sogar vor die oberen Schneidezähne (sog. Kreuzbiss).

Welche Folgen kann ein Vorbiss haben?
  • Beim Kreuzbiss: Durch das Aufeinanderbeissen der Frontzähne mit den Kanten oder wenn die unteren Schneidezähne sobar vor die oberen Schneidezähne kommen, können die Zähne stark abgenutzt werden und verlieren schnell an Substanz.
  • Zwangsbiss / Probleme im Kiefergelenk: Hier sind die Frontzähne zurückgekippt. Beim Zusammenbeissen wird nun der Unterkiefer weiter nach hinten gedrückt. Dadurch wird das Kiefergelenk überbelastet und es kann zu unangenehmem Knacken und starken Schmerzen kommen.
  • Lückenbildung: In den Zahnreihen können Lücken entstehen.
  • Zähne werden abgenutzt: Es kann zu einer starken Abnutzung der Zähne kommen (vor allem der Zahnkronen), wenn diese nicht sauber ineinander passen. Dies ist oft bei Jugendlichen der Fall.
  • Tiefbiss: Die Schneidezähne des Unterkiefers überdecken beim Zusammenbeissen die Schneidezähne des Oberkiefers, was zu Zahnfleisch-Verletzungen führen kann.

Der Kreuzbiss
Beim seitlichen Kreuzbiss ist der Unterkiefer zu einer Seite hin verschoben, so dass die Backenzähne des Unterkiefers über diejenigen des Oberkiefers kommen. 

Welche Folgen kann ein Kreuzbiss haben?
  • Schräges Gesicht: Wird der einseitige Kreuzbiss nicht behandelt, kann dies zu einem einseitigen Wachstum des Unterkiefers führen, was wiederum ein schiefe Gesicht nach sich zieht. 
  • Zähne werden abgenutzt: Es kann zu einer starken Abnutzung der Zähne kommen (vor allem der Zahnkronen), wenn diese nicht sauber ineinander passen. 
  • Zwangsbiss/ Probleme im Kiefergelenk: Beim einseitigen Kreuzbiss beisst der Kiefer in eine seitliche Richtung. Dies kann zu einer Überbelastung des gegenüberliegenden Kiefergelenkes führen, was ein Knacken und erhebliche Schmerzen zur Folge haben kann.

Der offene Biss
Beim offenen Biss berühren sich die Schneidezähne des Ober- und Unterkiefers beim Zusammenbeissen nicht. Im Extremfall berühren sich nur die hintersten Backenzähne. 

Welche Folgen kann ein offener Biss haben?
  • Längliches unteres Gesicht: Das Gesicht kann durch das in die Höhe erfolgten Wachstums des Unterkiefers sehr lang erscheinen. 
  • Zähne werden abgenutzt: Bei einem offenen Biss haben nur wenige Zähne direkten Kontakt. Diese werden jedoch übermässig abgenutzt. 
  • Probleme im Kiefergelenk: Wenn nur wenige Zähne den Kauprozess übernehmen, wirken grosse Kräfte auf das Kiefergelenk, was zu entsprechenden Beschwerden führen kann. 
  • Kein Abbeissen möglich: Dadurch, dass sich die Frontzähne überhaupt nicht berühren, idas ein Abbeissen generell nicht möglich und die Möglichkeit zu Kauen ist sehr eingeschränkt.

Die Protrusion
Wenn die Frontzähne nach vorne „herauskippen“, sprechen wir von einer Protrusion. Um diese Zähne wieder zurück in den Kieferknochen zu bewegen, müssen die hinteren Zähne nach hinten bewegt werden oder es müssen sogar Zähne gezogen werden, um den entsprechenden Platz zu erhalten. Ursache für eine Protrusion bei Erwachsenen kann eine Entzündung es Zahnfleisches mit Knochenschwund sein.

Welche Folgen kann eine Protrusion haben?
  • Lücken: Durch das Verschieben der Zähne kann es zu lücken kommen.
  • Rückbildung des Zahnfleisches: Bleibt die Protrusion unbehandelt, wandern die Zähne weiter aus dem Knochen heraus und das Zahnfleisch bildet sich deutlich zurück.

Engstand
Als Engstand bezeichnet man den Zustand, wenn Zähne sich durch Platzmangel ineinander verschachteln oder sogar hintereinander stehen. 

Welche Folgen entstehen bei Engstand?
  • Gefahr von Kariesbildung: Durch die Anordnung der Zähne können diese nur schlecht geputzt werden, was zu Karies führen kann. Auch Entzündungen des Zahnfleisches oder Zahnverfärbungen können eine Folge von Engstand sein. 
  • Rückgang des Zahnfleisches: Da die Zähne sich bewegen und teilweise aus dem Knochen herauswandern können, kann es bei einzelnen Zähnen zu einem deutlichen Rückgang des Zahnfleisches kommen. 
  • Abnutzung der Zähne: Durch die Verschachtelung und Schrägstellung der Zähne greifen die Zähne des Ober- und Unterkiefersnicht sauber ineinander. Dies kann eine starke Abnutzung der Zähne zur Folge haben. 

Zahnlücken
Lücken in den Zahnreihen stören nicht nur das Aussehen. Sie sollten zeitnah mit einer Brücke oder einem Implantat gefüllt werden, da ansonsten die Nachbarzähne in die entstandene Lücke hineinkippen. Ist dies erst einmal passiert, muss eine kieferorthopädische Lückenöffnung erfolgen, bevor die Lücke dann fachmännisch versorgt werden kann.

Welche Folgen haben Lücken?
  • Verschiebung der Zähne: Die Zähne können anfangen, sich unkontrolliert zu verschieben, da keine gegenseitige Abstützung mehr vorhanden ist.
  • Rückgang des Zahnfleisches: Da die Zähne sich bewegen und teilweise aus dem Knochen herauswandern können, kann es bei einzelnen Zähnen zu einem deutlichen Rückgang des Zahnfleisches kommen 
  • Abnutzung der Zähne: Wenn Lücken entstehen, können einzelne Zähne stärker abgenutzt werden. 
  • Zahnlücken an der Seite: Werden seitliche Zahnlücken nicht durch eine Brücke oder ein Implantat versorgt, kann sich der entsprechende „Gegenzahn“ erheblich verlängern. Dies kann das Beissen beeinträchtigen. 
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Kiefergelenktherapie

Bei Kiefergelenkschmerzen gibt es verschiedenste Ursachen und nicht immer ist die Ursache direkt im Kiefergelenk zu finden. Es ist möglich, dass sich die umgebende Muskulatur durch Stress oder andere Faktoren verspannt und schmerzt. 

Meist wird für die Kiefergelenktherapie eine individuell gefertigte Schiene notwendig, um das Kiefergelenk zu entlasten und so eine erholsame Ruheposition zu finden. Manchmal ist eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Schmerzen und Muskelverspannungen notwendig, bevor die Schienentherapie durchgeführt werden kann. 

Gerne stehen wir Ihnen auch in diesem Punkt gerne mit Rat und Tat zur Seite.